Minister Tiefensee besucht Biometrieunternehmen JENETRIC

Auf seiner Sommertour „Tiefensee digital“ hat der Thüringer Wirtschaftsminister mit der JENETRIC über Digitalisierung und IT Sicherheit diskutiert.

Jena - Identitätsnachweise digitalisieren mittels biometrischer Verfahren – dieses Thema stand im
Mittelpunkt des Besuches von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee bei der JENETRIC GmbH. Das vor
vier Jahren gegründete Jenaer Unternehmen hat sich auf die Aufnahme von Fingerabdrücken mit
höchsten Ansprüchen an Sicherheit und verbunden mit einfachster Bedienung spezialisiert. Damit soll
der Nachweis der Identität vereinfacht und für jedermann jederzeit möglich gemacht werden.
„Die intuitive und einfache Bedienung von biometrischen Geräten zur Fingerabdruckaufnahme ist
Voraussetzung für die Digitalisierung vieler behördlicher Prozesse“, erklärt Roberto Wolfer, einer der
Geschäftsführer der JENETRIC. „Wir haben mit unseren Produkten erstmals die Möglichkeit geschaffen,
dass die hochqualitative Fingerabdruckaufnahme ohne Anleitung eines Beamten in Selbstbedienung
aufgenommen werden können.“
Davon konnte sich der Wirtschaftsminister gleich selbst überzeugen, indem er seine Fingerabdrücke in
einer simulierten Grenzkontrolle aufnahm. „Mit den Fingerabdruck-Scannern von JENETRIC kommt ein
echtes High-Tech-Produkt und zugleich eine wichtige Voraussetzung für die Digitalisierung der
öffentlichen Verwaltung aus Thüringen“, sagte Tiefensee. So könne er sich vorstellen, dass diese
intelligenten Geräte zukünftig in vielen Einwohnermeldeämtern eingesetzt werden, wo sie die Beamten
entlasten und die Beantragung des Reispasses vereinfachen könnten.“
Ob Beantragung von Reisepässen, Führerscheinen, Förderanträgen oder Abgabe von Steuererklärungen:
Unter dem Stichwort „e-Government“ gibt es national und international vielfältige Aktivitäten, durch
den Einsatz von Biometrie diese Prozesse ohne Abstriche bei der Sicherheit zu automatisieren.
„Deutschland ist einer der Vorreiter bei der Integration von Fingerabdrücken in Reisepässe und
Personalausweise. Leider werden die sich damit ergebenden Möglichkeiten aufgrund der fehlenden
Infrastruktur bisher nur ansatzweise genutzt. Deshalb freut uns die Initiative des Wirtschaftsministeriums, die Digitalisierung und IT-Sicherheit in Thüringen voranzubringen“, erläutert Wolfer.
Neben den neue Möglichkeiten der Biometrie wurden beim Besuch des Wirtschaftsministers auch
aktuelle Themen wie der Breitbandausbau und die Vereinfachung von Förderanträgen diskutiert. Hier
könnte die Thüringer Landesregierung Vorreiter sein, indem die Prozesse zur Antragstellung von
Fördermitteln komplett digitalisiert werden und somit zur Beschleunigung des Verfahrens beitragen. Für
die sehr dynamische und wachstumsstarke Biometriebranche ist eine schnelle Bearbeitungszeit der
Förderanträge Voraussetzung für kurze Produktentwicklungszeiten. Nur damit können die Unternehmen im internationalen Wettbewerb mithalten.